Geografie
Durch die Anwendung geografischer Methoden erweitern und vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre fachlichen Kenntnisse. Dabei werden die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch, Umwelt und Raum unmittelbar erfahrbar und kritisch reflektiert.
Als Brückenfach zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften fördert die Geografie ein vertieftes Raumverständnis. Sie schafft die Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln und unterstützt eine nachhaltige Entwicklung von Natur und Gesellschaft.
Unsere Exkursionen ermöglichen es, geografische Fragestellungen direkt im Gelände zu untersuchen und theoretische Inhalte mit konkreten Raum- und Praxisbeispielen zu verbinden.
Grundlagenfach Geografie
Das Grundlagenfach Geografie vermittelt ein vertieftes Verständnis dafür, wie natürliche Prozesse und menschliches Handeln unsere Lebensräume prägen.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Landschaften, Klima, Naturgefahren und Ressourcen ebenso wie Städte, Bevölkerung, Migration und globale Entwicklungsunterschiede. Sowohl auf Exkursionen wie auch im Unterricht analysieren sie räumliche Zusammenhänge, bewerten aktuelle Herausforderungen und entwickeln Lösungsansätze für eine nachhaltige Zukunft. In optimaler Weise verbindet die Geografie naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Perspektiven und fördert die Fähigkeit, lokale und globale Entwicklungen kritisch einzuordnen und verantwortungsbewusst mitzugestalten.
Dieses gesamtheitliche Verständnis der Umwelt bildet die Grundlage für eine Verhaltenskompetenz, welche die Schülerinnen und Schüler zu einem eigenständigen, verantwortungsvollen Handeln im Umgang mit ihrer natürlichen und sozialen Umwelt befähigt.
Team
Lehrplan
Schwerpunktfach Geografie und Geschichte
Vergangenheit verstehen, Gegenwart gestalten
Woher stammen die Rohstoffe, die wir täglich verbrauchen, wem gehören sie und warum führen sie immer wieder zu Konflikten? Wie beeinflussen historische Ereignisse heutige politische Spannungen und gesellschaftliche Entwicklungen? Wie können historisch gewachsene Städte und Lebensräume so geplant werden, dass sie auch in Zukunft lebenswert bleiben?
Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich das neu geschaffene Schwerpunktfach Geografie und Geschichte. Das Schwerpunktfach verbindet naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Perspektiven. Es beschäftigt sich damit, wie Menschen ihre Lebensräume gestalten, wie sich Gesellschaften im Laufe der Zeit verändern und welche Auswirkungen politische, wirtschaftliche und historische Entwicklungen auf unsere Gegenwart haben.
Im Unterricht stehen aktuelle und zukunftsrelevante Themen im Mittelpunkt. Dazu gehören beispielsweise Klimawandel, Migration, Globalisierung, Energieversorgung, Ressourcenkonflikte, Raumplanung und geopolitische Spannungen. Es stehen zusätzlich aber auch die kulturelle Vielfalt sowie die Entwicklung von Wissenschaft, Kunst und Technik im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen, wie natürliche Gegebenheiten, menschliches Handeln und politische Entscheidungen miteinander verbunden sind. Dabei wird deutlich, dass viele heutige Probleme nur verstanden werden können, wenn man ihre historischen Ursachen kennt und auch ihre räumlichen Auswirkungen betrachtet werden. So lassen sich beispielsweise politische Konflikte, wirtschaftliche Ungleichheiten oder Migrationsbewegungen nicht ausschliesslich aus der Gegenwart heraus erklären, sondern können nur im Licht ihrer geschichtlichen Entstehung besser verstanden werden.
Auch im methodischen Bereich lernen die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunktfachs Geografie und Geschichte vieles dazu: beispielsweise beim Auswerten von Informationen aus Karten, Statistiken, Texten und anderem Quellmaterial. Sie vergleichen unterschiedliche Sichtweisen, überprüfen Aussagen kritisch und entwickeln auf dieser Grundlage eigene begründete Urteile. Dadurch erwerben sie wichtige Fähigkeiten, um komplexe gesellschaftliche und politische Fragen zu verstehen und sich an aktuellen Diskussionen und Debatten verantwortungsvoll zu beteiligen. Die Verbindung von Geografie und Geschichte fördert somit vernetztes, problemorientiertes und kritisches Denken. Sie zeigt, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind. Gleichzeitig leistet das Fach einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, für eine nachhaltige Entwicklung und zur demokratischen Teilhabe.
Wer Geografie und Geschichte lernt, beschäftigt sich somit nicht nur mit vergangenen Ereignissen oder verschiedenen Regionen der Erde. Das Fach hilft auch dabei, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen und verantwortungsbewusst an ihrer zukünftigen Gestaltung mitzuwirken.
Ergänzungsfach Geografie
Im Ergänzungsfach Geografie setzen sich die Schülerinnen und Schüler vertieft mit geografischen Fragestellungen auseinander. Die flexible Themenwahl soll Neugier wecken, auf aktuelle Fragen Bezug nehmen und lokale, regionale und internationale Aspekte einbeziehen.
Das selbstständige Arbeiten hat im Ergänzungsfach Geografie einen hohen Stellenwert. Durch die Entwicklung eigener Fragestellungen und Untersuchungen erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre geografischen Kenntnisse, festigen bereits vorhandene methodische Kompetenzen und arbeiten lösungsorientiert. Die im Ergänzungsfach gewählten Themen werden durch Exkursionen vertieft.
Die Absolventinnen und Absolventen des Ergänzungsfaches Geografie verfügen über ideale Voraussetzungen, um sich auf ihrem weiteren Ausbildungs- und Berufsweg kompetent und engagiert mit wichtigen raumbezogenen Themen auseinanderzusetzen – sei es in der lokalen Raumplanung, bei Migrations- und Verkehrsfragen auf nationaler Ebene oder im globalen Kontext etwa in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
Exkursion Ruhrgebiet und Rheinisches Revier
Bergbau, Thyssen und Currywurst - das Image des Ruhrgebiets wird noch immer vom Kohlebergbau und der Eisen- und Stahlproduktion geprägt. Auch wenn 2018 die letzte Steinkohlenzeche im Ruhrgebiet geschlossen wurde, bleibt das Bild der belasteten Industrieregion in den Köpfen haften. Doch mehr und mehr tritt der Strukturwandel, der wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte umfasst, in den Vordergrund. Wir entdecken das Ruhrgebiet mit seinen mehr als 5 Mio. Einwohnern als pulsierenden und grünen Dienstleistungs- und Wissenschaftsstandort ...und getz aba ma mit Schmackes! Zwischen Baggern, Kraftwerken und Zukunftslandschaften: Das Rheinische Braunkohlerevier zeigt die Folgen von Tagebau, Umsiedlung und Kohleverstromung. Gleichzeitig prägen Energiewende, Strukturwandel und Rekultivierung die Zukunft der Region. Und dat alles ennet dem Rhein!
Exkursionen
Schülerinnenbericht: Voller Erwartung machten wir uns auf den Weg, um das angehende Wasserpark-Projekt in Romanshorn zu besichtigen. Vor Ort trafen wir auf Pascal Brotzer von waveup creations AG und Thomas Gerber, den Stadtplaner von Romanshorn. Pascal berichtete uns von verschiedensten Dingen: vom früheren Projekt in Regensdorf, weshalb sie ihr Projekt genau auf Romanshorn verlegt hatten und was ihre Ideen mit diesem Standort in Zukunft sind. Veranschaulicht wurden die Ideen nicht nur durch ein früheres 3D-Modell von Regensdorf, sondern auch durch Pläne auf grossen Plakaten und einem Rundgang um das Areal, in welchem Pascal uns zeigte, wo sie was umgestalten oder neu bauen möchten. Thomas Gerber konnte uns interessante Informationen zum Entstehungsprozess dieses Projektes aus Sicht der Stadt Romanshorn näherbringen. Auf vielfältigste Weise konnten wir einiges über den Prozess, den so eine Idee mit sich bringt, lernen.
Geografie-Olympiade
Regelmässig nehmen Klassen der KSH an der Geographie-Olympiade teil. Sie ist ein nationaler Wettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren und Teil der Schweizerischen Wissenschafts-Olympiaden. Die Jugendlichen wenden ihr geographisches Wissen auf aktuelle Problemstellungen an. Der nationalen Ausscheidung folgt ein nationales Finale, wo den besten Vier eine Teilnahme an der internationale Geoolympiade winkt.