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Und schon ist der Vorfrühling vorüber...

Ende Januar erreicht das sibirische Kälte-Hoch seine grösste Intensität. Auf seiner Südwestflanke gelangt kontinentale Kaltluft nach Ost- Südost- und Nordosteuropa.Durch eine Durchmischung mit deutlich wärmerer Luft im östlichen Mittelmeerraum erzeugt diese kontinentale Kaltluft ein wetteraktives Mittelmeertief, das seinerseits die Nordostströmung verstärkt und bis Mitteleuropa ausdehnt. Eine markante Bisenlage ist die Folge. Der Kälteeinbruch in der letzten Januarwoche, die Stürme in Griechenland, intensive Schneefälle in Bulgarien und grosse Neuschneemengen in den Ostalpen waren die typischen Wetterzeichen dieser Ende Januar häufigen Wetterlage.

Man sieht: der Petrus hat seine Winterlektionen noch nicht verlernt.....

Winter 04/05

Der bisherige Winterverlauf hat sich durch länger anhaltende antizyklonale(Hochdruck) Einflüsse ausgezeichnet. Dabei lag das Zentrum der Hochdrucktätigkeit über dem westlichen Mittelmeer . Dies führte zu länger anhaltenden Schönwetterphasen vor allem in den Bergen, wo es auch überdurchschnittlich warm und wie überall zu trocken war.

Im Gegensatz zum Mittelmeerraum, der in dieser Jahreszeit oft mit grossen Niederschlägen zu rechnen hat, dieses Jahr aber viele sonnige Tage geniessen konnte, war es im skandinavischen Raum ungewöhnlich stürmisch. Dort, wo normalerweise ein finnisch-sibirisches Hoch für trockenes, frostreiches Januar-Wetter sorgt, zog durch eine starke Westströmung getrieben, ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen. Diese brachten den Skandinavieren, aber auch den Moskauern, einen der bisher mildesten Winter.

Aber es ist noch nicht aller Wintertage "Amen".....

Und schon hat das mächtige sibirische Hoch mit grosser Wucht kalte Kontinentalluft nach Südosteuropa geschaufelt. Durch eine Wechselwirkung mit dem warmen Wasser des Mittelmeeres entstand ein kräftiges Tief. Dieses beschert weiten Teilen des Balkans, Griechenlands und Mitteleuropas heftige Schneefälle und Winterstürme.

Dieses Tief verstärkt aber auch die vom Atlantikhoch gesteuerte Nordwestströmung , gleichzeitg ist es teilweise für eine kräftige Bisenlage verantwortlich.

Diese für Februar nicht untypische Wetterkonstellation lässt den König Winter mit seiner weissen Pracht die ersten Gehversuche des Vorfrühlings im Januar vergessen...