• Home
  • Drucken
  • Kontakt
  • Suche
  • Login
  • Redaktion
  • Webmail
  • Reservation
  • Ticketsystem

Wenn der Nebel fällt...

In Gebieten mit einem stabilen Hochdruck sowohl in Bodennähe als auch in der Höhe herrscht wegen ausbleibender Druckunterschiede eine nur schwache Luftbewegung. Da in der Höhe eine Luftmasse, die einen relativ hohen Druck ausübt(Höhenhoch), warm ist, ein Hoch in Bodennähe dagegen aus relativ kalter Luft besteht, herrscht von Anfang an eine gewisse Temperaturumkehr. (Unten kalt, in der Höhe wärmer).

Diese Temperaturumkehr verschärft sich im Winter dadurch, dass der Boden in den sehr langen Nächten Wärmestrahlung abgibt (vor allem beim klaren Himmel), was zu einer markanten Abkühlung des Bodens und damit der bodennahen Luftschichten führt. Da die Luftbewegung allgemein schwach ist (siehe oben), kann sich der Temperaturunterschied nicht ausgleichen.

Dauert dieser physikalisch stabile Zustand (kalte Luft hat eine hohe Dichte und "klebt" am Boden) länger, so reichert sich die bodennahe Kaltluft mit Feuchtigkeit und Kondensationskeimen an, was zu Nebel- und Hochnebelbildung führt. Diese ist vor allem an der Grenze zwischen der warmen und kalten Luft häufig. Der Nebel besteht aus ca. 0,05mm grossen Tröpfchen, die aus kondensiertem Wasserdampf entstanden sind, und sich an Festkörpern festsetzen. Dort bilden sie bei Temperaturen unter Null Grad mit der Zeit feine Eisnadeln: Es entsteht Reif.

Die Reifbildung kann in der Nähe von Industrieanlagen durch feine Salzkristalle oder kleinste Öltröpfchen sogar in der Luft einsetzen, was zu schwachem Schneefall führt:"Viscose-Schnee".

Der Begriff verkennt natürlich die Tatsache, dass alle Industrieanlagen und Kraftwerke, die klimatisierte Werkhallen besitzen und damit Luftumwälzungsanlagen einsetzen, kleinste Kristall- und Oelpartikel ausstossen und damit Kristallisationsprozesse auslösen können.