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Das Jahr 2006 in Zahlen

Das Jahr 2006 wird in verschiedener Hinsicht als ein Jahr der Extreme in Erinnerung bleiben. Es war ein Jahr voller Gegensätze, mit zahlreichen abrupten Wechseln und vielen Rekorden. Im St.Galler Rheintal begann das Jahr mit häufigen Bisenlagen, die trockene, aber sehr kalte Kontinentalluft aus Westrussland und Finnland zu uns verfrachteten:ein um 2Grad zu kalter und zu trockener Januar(24.4mm Niederschlag) war die Folge. Mit -13.1GradC erreichte die winterliche Kälte am 16.Januar ihren Höhepunkt. Im Februar dominierte eine Nord- bis Nordwestströmung, die erwärmte Polarluft zu uns transportierte, was zu Schneefällen, aber normalen Februartemperaturen führte.(Siehe Tabelle der Temperaturmittelwerte)

Der Frühling 2006

Der Monat März zeigte sich den Wärmeliebhabern gegenüber sehr martialisch: häufige Staulagen mit der Zufuhr von Polarluft aus Fenskandien führte zu häufigen Schauern und zur Bildung einer geschlossenen Schneedecke auch im Tal. Erst ein länger dauernder Einfluss eines Hochdruckgebiets liess die Temperaturen in der letzten Märzdekade auf zur Jahreszeit passende Werte steigen.(Siehe Tabelle) Der launische Monat April brachte uns der Jahreszeit entsprechend einen häufigen Wechsel von Wetterlagen, verbunden mit grossen Temperaturschwankungen(sieheAprilwerte). Der Monat Mai entsprach im Verhalten dem Durchschnitt anderer Jahre, weswegen wir diesen Monat nur mit einer weiteren Tabelle würdigen wollen.Mit 9.1 Grad war der Frühling 2006 um ca.1 Grad zu warm

Der Sommer 2006

Diesen Sommer werden wir nicht so schnell vergessen: der Aufbau einer antizyklonalen Südwestlage mit Warmluftzufuhr liess den Eindruck entstehen, das Rheintal liege südlich der Alpen. Besonders die Durchschnittstemperaturen im Juli entsprachen Verhältnissen in den wärmsten Regionen des Ticino oder der Po-Ebene(siehe Juni- und Juliwerte). 339.1 Stunden Sonne im Juli liessen die Grillhersteller und Badeanstaltbetreiber frohlocken; die Anbieter von Last-minute-Reisen in warme Regionen mussten aber auf einen mitteleuropäischen August hoffen. Mit nur 112.3 Stunden Sonnenschein und einer Durchschnittstemperatur von 15.3GradC(siehe Augustwerte) liess der Monat August alle Träume von mediterranen Stränden bei Rorschach platzen. Die Natur freute sich aber über den Niederschlagssegen und die weinenden Alpengletscher konnten wieder hoffen... Der Sommer 2006 wird aber trotz der Korrektur im August zu den wärmsten überhaupt gehören:er war mit 19Grad um 3 Grad zu warm!

 Der Herbst 2006

Nach dem Herbst im Sommer kam der Sommer im Herbst: Der September brachte sehr viele Warmlufthochdrucklagen mit wenig Nebel, lauen Nächten und viel Sonnenschein(Septemberwerte). Mit 17.6 Grad Durchschnittstemperatur entsprach der September 2006 einem normalen Juni. Im Oktober waren milde Westwindlagen mit einer mässigen Niederschlagsaktivität vorherrschend, die ersten Inversionslagen sind eingetreten, die Besonnung war leicht überdurchschnittlich(siehe Oktoberwerte). Der November schliesslich war extrem nebelarm, eine Tendenz, die in den letzten Jahren oft zu beobachten ist. Da stärkere Nordwestlagen ausblieben, herrschte ruhigeres und insgesamt zu warmes Wetter vor. Der November brachte vor allem in den Bergen ein starkes Niederschlagsdefizit(Novemberwerte). Mit 3 Grad Wärmeüberschuss gehörte der Herbst 2006 seit dem Beginn der meteorologischen Aufzeichnuingen zum wärmsten überhaupt.

Der Dezember

Durch häufige Föhneinfälle, milde Westlagen und ruhiges Hochdruckwetter mit Nebel im Tal ist der Dezember vor allem in den Bergen zu warm gewesen, aber auch im Rheintal konnten viele Pflanzen ihre Vegetationszeit praktisch bis zum Jahresende verlängern, erst nach Heiligabend sind in Tal- und Muldenlagen mittlere Bodenfröste eingetreten. Die Winterstürme sind fast vollständig ausgeblieben. Es scheint, dass auch der Winter 06/07 uns wiederum die ersten Wärmeüberschüsse bringt.(Dezemberwerte)

Die momentan vorherrschende Westwindlage, eher typisch für Oktober, wird wenigstens in den mittleren Berglagen die ersehnte Schneepracht bringen.