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Diese zwei Bilder der Venus sind im Abstand von etwa zwei Monaten (26.01.09 und 19.03.09) aufgenommen worden. Vor ungefähr 400 Jahren beobachtete Galileo Galilei am Sternenhimmel die Sichelform der Venus. Somit wurde klar, dass diese um die Sonne kreist! 

Aufnahmen: Denise Portmann Stefanie Weder, B. Götz   © 2009 KSH-Sternwarte

Mars

MARS am 27.10.05 auf der Sternwarte der KSH © B. Götz

Kennen Sie den roten `Stern´?

Vielleicht ist ihnen im November und Dezember 2005 am Abend ein rötlich leuchtendes helles Gestirn im Osten aufgefallen? Es war unter Nachbarplanet Mars. Seine rötliche Farbe stammt von seinem eisenoxidhaltigen Gestein an seiner Oberfläche das hier als Rost weniger beliebt ist, oder auch von Sandstürmen die auf seiner Oberfläche wüten. Das von B. Götz auf der Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg aufgenommen Farbbild zeigt nebst der roten Farbe eine Fülle von Details: Die dunkleren Wüstengebiete und den helleren eisbedeckten Pol. So konnten ihn die Schüler des Astronomiekurses am 27.10.05 live bewundern. Mars stand am 30.10.05 in ´nur´ 69 Millionen Kilometer Entfernung und wird sich nun wieder langsam entfernen, am 7.November 05 erreichte er seine Oppositionstellung und war die ganze Nacht über beobachtbar.

 

Mars am 26.4.2010, 0:19 Uhr mit Canom EOS 450D und Refraktor (f=160mm, 8 Zoll)

Jupiter

JUPITER, aufgenommen auf der Kantisternwarte

Mit 1.9*10^27 kg (=317.9 Erdmassen) ist Jupiter bei weitem der schwerste Planet unseres Sonnensystems. Er besteht praktisch nur aus Gasen, was ihm ein ungeheures Volumen einbringt (11.2 Erdradien). Den Hauptbestandteil an Gasen, nehmen Wasserstoff und Helium ein. Um diese Gase ständig zu binden, muss Jupiter ein immenses Gravitationsfeld erzeugen. Wegen dem riesigen Abstand zur Sonne von 5.2 AE, braucht er für einen vollständigen Umlauf 11.86 Jahre.

Das Aussehen von Jupiter ist geprägt durch dunkle und helle Wolkenbänder, die sich abwechseln. Sie können aber unterbrochen werden von kleineren Turbulenzen, die sich in sehr kurzer Zeit ändern können. Die grösste Turbulenz ist der grosse rote Fleck (in der unteren Mitte sichtbar). Er ist ein Wirbelsturm mit einem Durchmesser von ~48‘000 km, der seit 1664 beobachtet wird. Die Rotationsdauer der Wolkensysteme variiert zwischen 9h 50min und 9h 56min.

Jupiter besitzt 4 grosse, die galileischen Monde, und mindestens 12 weitere. Eine Sensation war die Entdeckung von aktiven Vulkanen auf Io (am linken Rand sichtbar). Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich in den Gezeitenkräften, die Jupiter in seinem Satellit erzeugt. Bei grossen Eruptionen, können kleinste Staubpartikel aus der Atmosphäre geschleudert werden. Diese werden von Jupiter eingefangen und bilden einen schwachen Ring um ihn.

 

Saturn

SATURN, am 31.1.02 aufgenommen auf der Kantisternwarte

Saturn ist mit 60‘330km Durchmesser und einer Masse von 5.69*10^26 kg (95.2 Erdmassen) der zweitgrösste Planet unseres Sonnensystems. Er besteht wie auch Jupiter hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Er besitzt aber eine so geringe Dichte (0.69 g/cm^3), dass er auf dem Wasser schwimmen würde. Für einen kompletten Umlauf um die Sonne braucht der 9.54 AE von der Sonne entfernte Gasriese 29.46 Jahre. Für die Eigenrotation benötigt er jedoch nur gerade 10h 39min. Das Merkmal von Saturn ist eindeutig sein ungeheures Ringsystem. Es besteht aus mikrometer- bis metergrossen Körpern. Diese ordnen sich in der Äquatorialebene zu einem mindestens 100m dicken Ring an. Das gesamte Ringsystem wird aufgeteilt in verschiedene kleine Ringe. Die markanteste Teilung ist die Cassinische Teilung (auf Bild sichtbar). Saturn besitzt wie Jupiter ebenfalls sehr viele Monde. Es sind mindestens 18 bekannt.

Die Bedingungen in der Atmosphäre sind ungefähr die gleichen wie auf Jupiter. Die Farben sind jedoch nicht so ausgeprägt, weshalb auch kaum Strukturen sichtbar sind.