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Leuchtende GASNEBEL im ALL:

Der Orionnebel M42 wurde auf der Sternwarte der KSH aufgenommen. Er ist ein Emissionsnebel und liegt im gleichnamigen Sternbild Orion, eines der vielen in unserer Milchstrasse. Aufgenommen am 2.3.2011 im Zuge einer Maturaarbeit von Schülerinnen des Astrokurses c KSH

Krebsnebel (M1)

Krebsnebel befindet sich in einer Entfernung von 6‘300 Lichtjahren und liegt im Sternbild Stier. Es ist der Überrest einer Supernova, welche ein chinesischer Hofastronom im Jahre 1054 n. Chr. als neuer Stern am Himmel entdeckte. Der Stern leuchtete damals bei der Su­pernovaexplosion so stark auf, dass er über 3 Wochen selbst bei Tag sichtbar war.

Bis heute expandiert die bei der Supernova vom explodierenden Stern abgestossene Hülle immer weiter, wodurch sich der Nebel immer mehr ausdehnt. In der Mitte des Nebels befin­det sich der vom explodierenden Stern übriggebliebene Neutronenstern, der sich 30 mal pro Sekunde um seine eigene Achse dreht und die dabei ausgesendete Energie an den Nebel abgibt. Dieser Pulsar im Zentrum des Nebels ist wahrscheinlich gleichzeitig die Hauptursache für seine aussergewöhnliche Gestalt.

Der Nebel besteht aus den Überresten des explodierten Sterns. Die farbigen Filamente sen­den ihr Licht in den charakteristischen Wellenlängen des neutralen Sauerstoffs, ionisierten Schwefel und zweifach ionisierten Sauerstoff aus. Die Temperatur dieser Gase bewegt sich dabei zwischen 11‘000 und 18‘000 Kelvin, was zu einer türkisgrünen Färbung, also zwischen Grün und Blau führt. Die weissliche Färbung wird durch die Synchrotonstrahlung hervorge­rufen. Diese Strahlung entsteht, wenn sich sehr heisses Plasma im Magnetfeld, hier jenes des Pulsars, bewegt.

 

 

 

Orionnebel (M42)

Der Orionnebel befindet sich in einer Entfernung von 1‘300 Lichtjahre und liegt im Sternbild Orion. Es handelt sich um einen Emissionsnebel, das heisst, die Gase senden, angeregt durch die Strahlung der enthaltenen Sterne, Licht in verschiedenen Farben aus. Er besitzt eine grosse scheinbare Ausdehnung am Nachthimmel und besteht eigentlich aus zwei verschie­denen Objekten, dem Unteren M 42 und dem kleineren links oben M43. In seiner Mitte be­finden sich die sogenannten Trapezsterne, sehr massenreiche, heisse und helle Sterne. Er ist ein sehr aktives Sternentstehungsgebiet und ist damit die Geburtsstätte vieler neuer junger Sterne. Dies ist auch nicht verwunderlich, wenn man sich die rote Farbe betrachtet, welche auf ionisierten Wasserstoff hinweist. Dieser ist der Hauptbestandteil des Nebels und dient als Grundlage für neu entstehende Sterne. Ein weiterer Bestandteil ist zweifachionisierter Sauerstoff, welcher dem Nebel eine grünliche Farbe verleiht. Das blaue Licht der heissen Sterne wird ebenfalls am Nebel gestreut, woher der bläuliche Ton kommt. Die dunklen Wol­ken, welche auf den Aufnahmen zu erkennen sind, stammen von Staubwolken, die sich vor dem Nebel befinden, aber nicht leuchten und somit nur als dunkle Schatten sichtbar werden.