Zweisprachige Maturität

Was ist Immersion?

Immersion aus lat. = Ein-, Untertauchen

Die SchülerInnen erhalten im Immersions-System den ganzen Unterricht oder Teile davon in einer Fremdsprache (z.T. wird für Immersion auch der Begriff «bilingualer Unterricht» gebraucht). Dabei unterscheidet man zwischen früher, mittlerer und später sowie partieller und totaler Immersion. Bei der totalen Immersion werden alle Fächer in der gewählten Fremdsprache erteilt, bei der partiellen nur ein gewisser Prozentsatz. Von früher Immersion spricht man, wenn der Unterricht in der Zweitsprache schon im Kindergarten beginnt.

An der Kantonschule Heerbrugg spricht man von partieller Immersion. Bei uns werden Mathematik, Chemie, Geographie, Wirtschaft (Schwerpunktfach) und Geschichte einlaufend ab dem zweiten Semester auf Englisch unterrichtet.

Im immersiven Unterricht geht es in erster Linie nicht um die Fremdsprache selbst, sondern sie ist das Transport- und Verständigungsmittel bei der Erschliessung bestimmter Sachverhalte.

Was wollen wir erreichen?

Viele weiterführende Ausbildungen und Studiengänge setzen heute vermehrt gute Englischkenntnisse voraus, speziell die Natur- und Wirtschaftswissenschaften und praktisch alle ETH-Studiengänge.
Mit diesem Zusatzangebot soll zur normalen Ausbildung ein anwendungsorientierter Umgang mit der englischen Sprache erworben werden.

Wer eignet sich für diesen Ausbildungsgang?

Alle, die Freude haben auf eine neue Art eine Fremdsprache zu lernen und anzuwenden, die bereit und motiviert sind mit Ausdauer an Problemlösungen zu arbeiten und die interessiert sind, ihre Englischkenntnisse anwendungsorientiert zu vertiefen und zu erweitern.

Was wird nicht vorausgesetzt?

Keine Zweisprachigkeit, kein bereits erfolgter Auslandaufenthalt, keine ausserordentlich guten Englischkenntnisse.

Welche Klassen werden immersiv unterrichtet?

Die Kantonsschule Heerbrugg bietet seit Sommer 2016 alle Schwerpunkte bilingual an.

Was ist speziell am immersiven Ausbildungslehrgang?

Die SchülerInnen sind verpflichtet, einen mindestens vierwöchigen Sprachaufenthalt im englischsprachigen Raum zu absolvieren. Zwei Wochen des Sprachaufenthalts fallen in die Schulzeit (Woche vor den Sommerferien der 2. Klasse). Die Organisation und die Kosten des Sprachaufenthalts gehen zu Lasten der Eltern.