AKTUELLE INFORMATIONEN ZU ÖFFENTLICHEN FÜHRUNGEN
Besten Dank für Ihr Interesse an unseren `Nächten des offenen Daches`.
Informationen zur angekündigten öffentlichen Führungen:
--> Termine für öffentliche Führungen 2012, finden sie wiederum hier.
Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
TAKE A LOOK! Ihr Sternwartenteam KSH
Für private Führungen, für Gruppen, Schulklassen informieren Sie sich bitte unter:
http://www.ksh.edu/infrastruktur/sternwarte/unsere-sternwarte/fuehrungen.html
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern aber auch externen Schulkassen Vorrang einräumen.
Kontakt: benedikt.goetz(at)ksh.edu
AKTUELL AM HIMMEL
Immer noch recht auffällig blitzt an nebelfreien klaren Herbstabenden hoch im Südosten der Star der Nacht: Jupiter, der Riesenplanet unseres Sonnensystems. Bald schon wird er von der Venus, dem strahlenden Abendstern, in den Schatten gestellt. Dazu gesellt sich der zunehmende Mond. Ein schöner Anblick durch ein grosses Fernrohr der Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg, die trotz Bauarbeiten noch in Betrieb ist. Der Reigen der Planeten lässt sich am Abend noch mit Uranus und Neptun fortsetzen, zu deren Sichtung allerdings ein Fernrohr unerlässliches Hilfsmittel ist. Noch vor Mitternacht steigt Mars am Osthorizont empor und erhebt sich aus den Dunstschichten. Der rote Planet nimmt schon Anlauf für seine grosse Sichtbarkeit im Frühjahr kommenden Jahres. Für Frühaufsteher wäre da noch der Saturn, allerdings schiebt er sich erst nach 4 Uhr morgens über die Kette des Bregenzer Waldes.
Schönes nebelfreies Wetter vorausgesetzt, wird man den Tanz der Jupitermonde verfolgen und mit etwas Glück den `grossen roten Fleck` auf der Jupiterscheibe beobachten können. Dies ist ein gigantischer Wirbelsturm, der Platz für drei Erdkugeln hätte! Ein Mondspaziergang mit dem Okular auf der rauen Mondoberfläche gehört genauso zum Programm wie leuchtende Gasnebel und Sternhaufen oder die berühmte Andromeda Galaxie. CLEAR SKIES! Ihr Sternwartenteam KSH
LUST AUF NOCH MEHR ASTRONOMIE?
--> Der Astrokurs 2012/13 steht allen interessierten Schülerinnen und Schülern der 2., 3. und 4. Klassen offen! Anmeldung über das Freifachkursprogramm. Ganz im Sinne Galileis: TAKE A LOOK!
Ein Blick in ferne Welten auf der Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg
Mit einem kleinen Rück setzt sich das Dach des umgebauten Gartenhäuschens in Bewegung und gibt Stück für Stück den klaren Winterhimmel frei. Mit einem Schwenk und leisem Surren werden die grossen Augen der Teleskope in Stellung gebracht. Die langen Nächte sind ideal zur Beobachtung ferner Galaxien, die nun über das Firnament verteilt sind und sich in den Tiefen des Alls verbergen. Staunen über die Natur in ihrer wahren Grösse: Im Okular zeigt sich nun der Orionnebel in seiner ganzen Schönheit und lässt wunderbar seine Farben erstrahlen. Diesen Moment haben die Schülerinnen und Schüler des Astrokurses der KSH abgepasst und Format füllend abgelichtet. (siehe Farbabbildung).
Majestätisch, fast meditativ wirkt sein Anblick. Nur leise surren die Nachführmotoren durch die Nacht, um das Objekt nicht von der Erddrehung aus dem Gesichtsfeld geraten zu lassen. Weiter geht die Sterntour durch die Galaxis, vorbei an wie Diamanten funkelnden Sternen des Siebengestirns der Plejaden zu unscheinbar in Millionen Lichtjahren befindlichen kleinen nebeligen Flecken, die in Wahrheit riesige Galaxien sind, fernab von hier und heute.
Junge Leute wie die beiden Schülerinnen Barbara Schmidt und Marie Woon haben sich von der Faszination und der Anziehungskraft dieser Wissenschaft in den Bann ziehen lassen und starten nun ihre Maturaarbeit mit praktischen Arbeiten auf der KSH- Sternwarte über derartige Gasnebel.
AKTUELL
Hier noch eine aktuelle seltene Besonderheit: Kosmische Katastrophen - aus gesunder Distanz betrachtet – offenbaren sich als astronomischer Glücksfall: Weit draussen in den Tiefen des Alls hat sich ein Stern am Ende seines Lebens in einem riesigen Inferno einer Supernovaexplosion verabschiedet. Sein Licht, heller als die Milliarden Sterne seiner Galaxie mit dem technischen Namen NGC 2655, durchflutet das All schon seit zig Jahrmillionen. Wir sind gerade recht geboren um derzeit sehen zu können, wie die Botschaft in Form von Licht bei uns eintrifft, so zu sagen als Zeuge dieses kosmischen Schauspiels.

- Eine Aufnahme der hellen Supernova durch die Teleskope der Sternwarte KSH
Interesse für astronomische Objekte vorausgesetzt und Bereitschaft, sich von der Begeisterung für ferne Welten anstecken zu lassen, wird man bei den kommenden öffentlichen Führungen auf der Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg sicher auf seine Kosten kommen.
TAKE A LOOK!
Teilweise Verfinsterung:
NACHRUF ZUR SONNENFINSTERNIS VOM 4.1.2011
Am vergangenen Dienstag 4.1.2011 ging die Sonne als Sichel über der Schule auf (siehe links).
Die Beobachtungsbedingungen waren wetterbedingt alles andere als optimal, dennoch konnte man das Ereignis gegenüber vielen anderen Orten in der Schweiz immerhin beobachten.
Bild links: Die angebissene Sonne über der KSH
LUST AUF NOCH MEHR ASTRONOMIE?
--> Der Astrokurs 2011/12 steht allen interessierten Schülerinnen und Schülern der 2., 3. und 4. Klassen offen! Anmeldung über das Freifachkursprogramm. TAKE A LOOK!
Ein aktueller Blick in den Himmel:
Am nächtlichen Herbsthimmel strahlt hoch über uns in 2,3 Millionen Lichtjahren Abstand die grosse Andromeda-Galaxie, eine Sterninsel ganz ähnlich unserer Milchstrasse:

- Die Andromeda-Galaxie am klaren Herbsthimmel aufgenommen vom Astrokurs auf der Kanti-Sternwarte B. Götz © 2010 KSH
Im Banne des Kometen: die Sternwarte KSH als Beobachtungsstation für den Kometen Hartley 2.
Live aus der Projektarbeit über das Thema Kometen im Astrokurs:
Ein Kochrezept für Kometenjäger
Ein interessantes Himmelsobjekt ist der Auslöser des jüngsten Astronomie-Projekts an der KSH: Der Komet Hartley2 hat sich der Erde genähert und gab Anlass für eine eingehendere Beschäftigung mit dem Thema Komet. Nachdem die Schüler Elias Pareth und Marco Oehler im Zuge der Astronomie-Sonderwoche der Klasse 2NP erste Aufnahmen des Kometen machen konnten, standen auch Fragen zur Natur des Kometen auf dem Programm. Auftrag war es, den Kometen weiter zu beobachten.
Der Komet verrät sich nur schwach an seiner grünlichen Farbe und ist nicht mit der ebenfalls zur Zeit sichtbaren eindruckvollen Andromeda-Galaxie (siehe Bild unten) zu verwechseln. Um sich eine Vorstellung zu verschaffen, wie sich ein Komentenkern anfühlt und der Ursprung der spektakulären Erscheinung eines Kometen mit Schweif ist, haben die Schülerinnen und Schüler des Astrokurses einen Kometenkern nach folgendem Rezept selbst zubereitet:
• zwei Tassen Wasser Sand oder Dreck vermischen, sowie Soja-Sauce hinzufügen und
• das zuvor klein gehämmerte Trockeneis bei minus 78°C (!) vorsichtig hinzufügen
• ständig rühren, bis das Gemisch beinahe vollständig gefroren ist
• Kometen zu einem Ball formen
Das Resultat zeigen die Bilder:

- Man sieht deutlich die körnige und relativ fragile Struktur dieser Objekte, welche sie auch in Wirklichkeit zeigen. - Wer hat schon einmal das Vergnügen gehabt einen frisch gebackenen Komtenkern in Händen oder lieber in Handschuhen zu halten? Die Kometensonde Rosetta wird erst 2014 den Kometen Churyumov-Gerasimenko erreichen und - bei erfolgreicher Mission - ein wenig des Kometenmaterials mit zur Erde mitbringen. Einstweilen ist der Komet Hartley 2 schon wieder in die Tiefen des Alls entschwebt… Die Auseinandersetzung mit dem Thema wird inzwischen im Schulzimmer noch ein Weilchen weiter gehen, weitere Untersuchungen zum Thema werden folgen…
DAS WELTALL: Du lebst darin, entdecke es!
400 Jahre nach Galileis ersten Beobachtungen durch ein Fernrohr und Keplers Erkenntnissen zur Planetenbewegung hat die Unesco das Jahr der Astronomie ausgerufen. Auch an der Kantonsschule Heerbrugg, kann auf Tuchfühlung mit dieser spannenden Wissenschaft gegangen werden. Es können praktische Einblicke in die Welt der Astronomie auf der Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg gewonnen werden.
Was Galilei seinerzeit sah, hat die Welt verändert: Das strahlende Gestirn Venus entpuppte sich als kleines Sichelchen wie der Mond. Somit wurde klar, dass dieses um die Sonne kreisen musste! Eine weitere Überraschung bot der Jupiter mit seinen 4 hellsten Galileischen-Monden Io, Japetus, Ganimed und Callisto, die ebenfalls vor 400 Jahren zum ersten Mal von Menschenaugen beobachten wurden. Diese Monde, deren grösster fast den Durchmesser des Merkurs erreicht, tanzten um ihr Zentralgestirn – den Jupiter und nicht etwa um die Erde oder Rom! Somit kam ein Stein ins Rollen und schlussendlich wurde ein Jahrhunderte altes Dogma der Kirche gebrochen, das die Erde (und vor allem Rom) im Zentrum der Welt sah. Diese Bewegungen der Planeten und Monde exakt zu beschreiben, gelang dann später Johannes Kepler und auch dieses Ereignis feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag. Ihm gelang, ein uraltes Rätsel, an dem sich schon die alten Griechen versucht hatten, zu entschlüsseln. Die Planeten bewegen sich auf elliptischen, also ovalen Bahnen um die Sonne. Diese Erkenntnis hätte den Griechen wohl nicht allzu gut gefallen, sahen sie doch stets den Kreis als ideale Form an. Auf eben solch einer ovalen Bahn kreist der schöne Saturn mit seinem Ring, der ebenfalls auf dem Dach der Schule zu bewundern ist. Der berühmte Ring wird dieses Jahr immer schmäler werden, bis er fast ganz verschwunden ist. Grund dafür ist, dass er sich nun auf seine Kantenstellung zu bewegt, bei dem man den schmalen Ring von der Seite her sieht.
Aber auch der Mond bekam durch die Erfindung des Fernrohres, welches Galilei dann auf den Himmel ausrichtete, ein neues Gesicht: Dies kann man auf der Sternwarte im Detail bewundern. Es zeigen sich nicht nur das `Gesicht`, bekannt auch als der `Mann im Mond`, der aus einer Anordnung von dunklen Flecken besteht, sondern auch unzählige Krater und Gebirgszüge, hinter denen sich Mönch, Eiger oder Jungfrau verstecken könnten!
Eine Kostprobe der Arbeit im Astronomiekurs der Schule zeigt die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler des Astronomiekurses der Schule, Denise Portmann, Stefanie Weder, Lukas Horber, Erwin Wendelspiess und Cedric Zeller, die jüngst auf der Sternwarte gewonnen wurde (siehe Farbabbildung). Wer Freude an diesen Perlen des Himmels hat und Lust und Spass, sie zu bewundern, der kommt im Freifach Astronomie auf seine Kosten.
TAKE A LOOK!
ASTRONOMIE DIGITAL AN DER KSH
Längst hat in die Welt der Astronomie der Computer Einzug gehalten. Ja, man kann sagen, die moderne Digitaltechnik hat einen regelrechten Quantensprung in der Reichweite unserer Teleskope bewirkt. Waren vor gar nicht allzu langer Zeit die faszinierenden Bilder, wie sie z. B. unter der Astronomiehomepage der Kantonsschule Heerbrugg www.ksh.edu/unsereSchule/Sternwarte zu sehen sind, noch den Profis an Grosssternwarten vorbehalten, kann heute ein versierter Amateur vom Hinterhof aus bereits mit der neuen CCD-Technologie in diesen Bereich vorstossen. Grund dafür ist die enorme Empfindlichkeitssteigerung gegenüber dem guten alten Filmmaterial. Konnten früher nur einige Prozent des einfallenden Lichtes eine Schwärzung auf dem Film hervorrufen, so sind es heute bereits über 80%, die im digitalen Bereich Effekt machen. Jedoch der wahre Inhalt einer solchen Aufnahme offenbart sich erst am PC. Konsequenter Weise bot die Kantonsschule Heerbrugg für interessierte Schülerinnen und Schüler hier einen speziellen Kurs an, der sich mit der Gewinnung und Aufbereitung eines solchen digitalen Bildes beschäftigte. Die Teilnehmer dieses von der Metrohm-Stiftung Herisau unterstützen Kurses konnten so lernen, wie man ein digitales astronomisches Bild optimiert und schwache Strukturen, z.B. auf dem Jupiter, `herausholt´ oder wie man Kometenaufnahmen Farbe `verleiht´. Mit diesen und weiteren spannenden Themen haben sich die begabten Schülerinnen und Schüler und sogar ein teilnehmender Physiklehrer aus St. Gallen unter der Leitung von Benedikt Götz an vier Abenden intensiv auseinandergesetzt und haben unter Anleitung an ihren recht ansehnlichen Resultaten in Bildform am Laptop gefeilt (siehe Bild).

- Von digitaler Astronomie begeisterte Schüler und Lehrer beim Astronomiekurs an der KSH.
10 JAHRE KANTISTERNWARTE

- Der Mond aufgenommen auf der Kantisternwarte c 2000 Gz KSH
`10 Jahre KSH-Sternwarte` – TAKE A LOOK!
In astronomischen Dimensionen betrachtet besteht die Sternwarte, die unser Dach ziert, erst ein Augenzwinkern lang und doch ist es nun schon 10 Jahre her, seit Prof. Dr. Fritz Schoch die Sternwarte feierlich eröffnet hat. Schon in vielen Jahren der Planung gab es turbulente und ruhige Zeiten so ist es auch in der Dekade des praktischen Betriebs gewesen. Bei schlechtem Wetter und tagsüber war es oft recht ruhig auf dem Dach, aber in den Abendstunden erwachte sie regelmässig aus ihrem Dornröschenschlaf und es stellte sich rege Tätigkeit ein. Von Anstürmen bis 80 Personen pro Nacht gäbe es bei den Nächten des offenen Daches zu berichten, Jugend Forscht Arbeiten, Astronomiekurse, Führungen, Projekte hat sie erlebt und grosse astronomischen Ereignisse wie die Sonnenfinsternis 99 und Transiten von Merkur und Venus bei dem Klassenweise Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kamen, haben ihre Rohre gesehen. Aber auch viele kleine Ereignisse die nur wenigen vergönnt sind und uns der Himmel manchmal schenkt, wenn er fleissig beobachtet wird.
Vor allem aber stand sie unseren Schülern offen und wird es auch weiterhin so halten. Mit den grossen Teleskopen der Kanti-Sternwarte wird an der KSH den Schülerinnen und Schülern nun schon seit 10 Jahren die Möglichkeit geboten, praktisch orientierte Astronomie zu betreiben. Ein Grund zu feiern, fand der Sternwarten Förderverein: Am 23.2.07 um 19:00 Uhr wurde zu einer Jubiläumsfeier eingeladen. Geboten wurde hier ein musikalisches Rahmenprogramm mit dem viel versprechenden Namen `Mondscheinsonate`. Life Klaviermusik von Prof. Karl Hardegger zu astronomischen Bildern in der Aula der Schule.
Anschliessend konnte an einer öffentlichen Führung auf der Sternwarte teilgenommen werden, um die Teleskope zu bewundern und bei klarem Himmel den Mond und andere astronomische Objekte wiederum `Life` zu beobachten. Bei offenem Dach gab es dann ein Stück Himmel für alle! - Ein Anlass mit `Weitblick` und hoffentlich noch vielen Lichtjahren KSH-Sternwarte.
TAKE A LOOK!
Ihr Sternwartenbeauftrager B.Götz









